Lexikon
| Suchwort | Synonyme | Erklärung |
| Abort | Verlammung, Fehlgeburt, Totgeburt |
Abort, Fehlgeburt, Verlammung: Beendigung der Trächtigkeit (Ausstoßung des Fötus) innerhalb der ersten 4 Monate, wenn das Kitz noch nicht lebensfähig ist. Totgeburt: Beendigung der Trächtigkeit (Ausstoßung des Fötus) im letzen Trächtigkeitsmonat, wenn das Kitz lebensfähig wäre |
| Aggregation | Scheingesellschaft |
eine nicht sozial bedingte Ansammlung von Tieren, die durch die Nutzung des
gleichen Ortes entstanden ist. (Futter-, Schlaf-, Überwinterungs-Platz, Versteck) wekopf |
| Aggression | (lat. aggredi: herangehen, angreifen) |
aggressives Gebaren im Tierreich wird von der Verhaltensforschung
dahingehend gedeutet, dass im direkten Wettbewerb zuweilen um Nahrung oder
bei der Fortpflanzung erhöhte Konkurrenz besteht. Es ist also zumeist ein 'Droh- und Angriffsverhalten' zur Durchsetzung und Sicherstellung eigener Interessen. Es kann sich individuell aber auch um eine Zurückdrängung eigener physischer Beeinträchtigungen handeln, die dadurch kompensiert werden sollen. Aggressionen können jedoch auch kollektive Vorzüge erwirken, durch die z.B. eine Art ihr Territorium behaupten kann. wekopf |
| allochthon |
so bezeichnet man in der Biologie all jene Arten, die nach 1492 entweder
direkt, also bewusst verbreitet wurden, oder indirekt, also unbeabsichtigt
in ein ihnen fremdes Gebiet eingeschleppt worden sind. Also auch jene gebietsfremden Arten, welche sich massgeblich erst durch die intensive Kulturtätigkeit des Menschen ihren neuen Lebensraum eröffnet haben. Das Gegenteil davon ist : autochthon wekopf |
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| Allopatrie | Eigenschaftswort: allopatrisch |
damit bezeichnet man stammesgeschichtlich, biologisch nahe verwandte Arten,
die jedoch durch geografisch verschiedene Lebensräume/ Verbreitungsgebieten völlig getrennt sind. Durch Mutationen entwickeln sich solche Tierpopulationen allmählich auseinander was zur Entwicklung neuer Arten führt. wekopf |
| Alter | Erwartungsalter, Lebensalter |
Ziegen und Zwergziegen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15
Jahren. Eine Pfauenziege namens Pfau lebend bei Frau Bregenzer GR hat bereits das 22. Lebensjahr überschritten ![]() Amor ein Zwergziegenbock wurde 21 Jahre alt.
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| Amnionwasser | Fruchtwasser |
ist jene Flüssigkeit, die den Fötus in der Plazenta umgibt. Wird in Kosmetika verwendet. wekopf |
| Anatomie |
allgemein für die Lehre vom Aufbau der gesamten Organismen, dabei werden die Form, Lage und Struktur der einzelnen Körperteile, sowie die Organe, das Gewebe und die Zellen betrachtet. zu unterscheiden sind : Beschreibende Anatomie : die die einzelnen Strukturen des Körpers nur bezüglich ihrer äusserlichen Erscheinung behandelt. Funktionelle, topografische oder gar systematische Aspekte werden dabei nicht berücksichtigt. Makroskopische Anatomie : dabei interessiert der Aufbau von Menschen, Tier oder Pflanze und zwar jene Materie, die man von blossem Auge nicht sehen kann. Also werden dabei speziell die Strukturen erfasst, die nach dem zerlegen eines Körpers zu beobachten sind. Mikroskopische Anatomie : deren Ziel die winzigen biologischen Strukturen sind, bis hin zur molekularen Ebene. Sie knüpft an die Biochemie an. Pathologische Anatomie : ist jener Wissenszweig, der sich mit krankhaft veränderten Körperteilen befasst. Systematische Anatomie : bei ihr werden die einzelnen Strukturen des Körpers zu funktionell-zusammenhängenden Organsystemen gruppiert, wobei die topografischen Aspekte unberücksichtigt bleiben. Topografische Anatomie : sie beschreibt, nach ihren räumlichen Lagebeziehungen zueinander, die einzelnen Strukturen des Körpers. Durch sie erwirbt der Arzt/Tierarzt sein sehr anwendungsorientiertes Wissen. Vergleichende Anatomie : untersucht den Körperbau verschiedener Tierarten auf bauliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Durch Vergleichung und Konfrontation verschiedener Tierarten sind manchmal bestimmte Beobachtungen an einer Tierart erst zu erklären. Dies ermöglicht tatsächliche bauliche Grundprinzipien zu erkennen und schafft damit die Basis für eine kollektive Benennung (Nomenklatur). Die Vergleichende Anatomie ist quasi auch die ‚Mutter’ der Evolutionstheorie, welche Ursprung, Entwicklung und Vielfalt des Lebens dieser Erde beschreibt. |
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| Archäozoologie |
Wörtlich übersetzt bedeutet dieser Begriff 'Lehre vom Anfang der Tiere'. Das ist insofern irreführend, da sich die Archäozoologie beileibe nicht mit dem Anfang der Tiere befasst, sondern sich vorrangig mit den Überresten von Tieren aus archäologischen Grabungen beschäftigt. wekopf |
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| Archäozoologie | diese Wissenschaftsdisziplin bearbeitet archäologisches Tierrest-Fundgut. | |
| Art | (von lat. species, die Art) |
Damit wird eine Gruppe von Lebewesen bezeichnet, die von Generation zu
Generation vererbte äussere (körperliche) oder innere Besonderheiten, also
zahlreiche Ähnlichkeiten in Bau- und Leistungsmerkmalen untereinander
aufweisen. Die Angehörigen einer Art pflanzen sich untereinander uneingeschränkt fort, ohne dass es dabei zu Bastarden bzw. Hybriden kommt. Die Bildung einer solchen *Artgemeinschaft* kann darin die Ursache haben, dass die Fortpflanzung mit nahe verwandten Spezies aufgrund geographischer, genetischer oder durch Verhaltensbarrieren nicht möglich ist. Geographisch getrennte erkennbare Variationen einer Art bezeichnet die biologische Systematik bzw. Taxonomie in der hierarchischen Stufung als Unterart/Rasse/Varietät, nahe verwandte Arten fasst sie zu einer Gattung zusammen, verwandte Gattungen zu einer Familie und verwandte Familien zu einer Ordnung. Dabei sind diese Begriffe ein rein theoretisches Konzept. Klaren Definitionen waren bisher nicht eindeutig und allgemein gültig erfolgreich, siehe z.B. die Insekten oder Pflanzen, wo es jährlich zu dutzenden Änderungen in der Einteilung/Erfassung einzelner Arten gibt! Infolgedessen werden solcherlei Artkonzepte in der Biologie noch immer heftigst diskutiert und ihre Verwendung in der wissenschaftlichen Praxis hängt dementsprechend durchwegs von der jeweiligen biologischen Teildisziplin und vom momentanen Forschungsstand ab. wekopf |
| autochton |
bedeutet soviel wie : alteingesessen, heimische Art. Damit sind in der Biologie Lebewesen gemeint, die sich durch die Grundsätze der Ökologie sozusagen von alleine in einem Gebiet angesiedelt haben wekopf |
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| Baermann - Trichter |
Trichterauswanderverfahren nach Baermann ![]() Das Prinzip des Trichterauswanderverfahrens nach Baermann beruht auf die Schwimmunfähigkeit der hydrophilen Nematodenlarven, die aus dem Kot in das Wasser sedimentieren. Um dieses Verfahren durchzuführen, benötigt man ein Mikroskop, Petrischalen, Stative mit Ring, Trichter (mit einem Durchmesser von ca. 12 cm) mit Gummischlauch, Schlauchklemmen sowie engmaschige Teesiebe oder Gaze. Der Gummischlauch wird über den Trichterstutzen gezogen und das Ende des Schlauches spitzwinkelig abgeschnitten. Die Trichter werden nun in das Stativ gehängt und die Schlauchklemme auf den Schlauch gesetzt, so dass der Klemmgriff abwärts gerichtet ist. Die Siebe werden nun mit dem Larvensediment befüllt. Das ganze wurde eine Zeit stehengelassen bis die Larven in den Gummischlauch gesunken waren. Nun kann man die Schlauchklemme öffnen und die sedimentierten Larven in einer Petrischale auffangen. Es empfiehlt sich die Larven nun bei schwacher Vergrößerung (40-100 Fach) zu untersuchen. Nicole Obermann |
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| Befallshäufigkeit |
Befallshäufigkeit: Anzahl der infizierten (nicht
unbedingt auch erkrankten) Tiere einer untersuchten Population Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Befallsintensität |
Befallsintensität: Anzahl der Parasiten pro Tier Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Befruchtung | Belegung, Decktermin |
Als Befruchtung bezeichnet man die Verschmelzung der Zellkerne von der
weiblicher Eizelle und der männlicher Samenzelle nach dem Eindringen des
Samens in das Ei. Das ideale Alter einer Ziege oder Zwergziege für die erste Befruchtung liegt bei 18 Monaten, denn mit 18 Monaten ist die Pubertät (die Entwicklung der Geschlechtsorgane) abgeschlossen |
| Befruchtung | Konzeption, Fertilisation, Imprägnation, Besamung und Fekundation |
Mit dem Begriff der Befruchtung werden die mit der Fortpflanzung verbundenen
Vorgänge beschrieben, welche beim zweigeschlechtlichen Lebewesen zur
Verschmelzung von männlichen und weiblichen Keimzellen führen. Die eigentliche Befruchtung ist der Augenblick, in dem die Samenzelle (Spermium) mit der Eizelle (Ovum) verschmilzt. |
| Blutdruck | Der Blutdruck ist der Druck einer Pulswelle im Blut, der an die Innenwände der Blutgefäße anstößt | |
| Bunostomum | Hakenwürmer |
Infektion erfolgt meist in nassen Ställen, feuchtem Weidegebiete oder
Auslauf. Eier im Kot nachweisbar Eindeutige Zeichen sind mattes struppiges Fell, es können Ausschläge auftreten. |
| CAE | CAEV, Caprine-Arthritis-Encephalitis-Virus |
Das Caprine-Arthritis-Encephalitis-Virus (CAEV) der
Ziegen ist ein RNA Retrovirus der Unterfamilie der Lentiviren. Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/caetext.html |
| Capillaria | Haarwürmer |
Weltweit verbreitet Im Kot nachweisbar |
| Cryptosporidien | Kryptosporidien |
Kryptosporidien sind Weltweit verbreitet und eine Zoonose (auf den Mensch
übertragbar. Wobei nur Menschen mit Immunschwäche gefährdet sind) Nachweis der Oozysten im Kot. Kryptosporidien ist ein typische Kitzkrankheit die ab dem 5ten bis zum 14 Lebenstag gehäuft auftritt. Die Kitze bekommen einen wässerigen gelbgrünen Kot, siehe Bild.
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| Diapause |
Diapause: Ruhepause während der Entwicklung Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Dicrocoelium |
Dicrocoeliose ist durch den kleinen Leberegel hervorgerufene chronische
Infektion der Gallengänge und Gallenblase. Die Eier sind durch auch durch ein spezielles Verfahren im Kot schlecht nachweisbar. Bei starkem Befall bemerkt man bei Jungtieren eine schlechte Gewichtszunahme, bei sehr hohem Befall sterben Kitze einen Plötzlichen Tod. |
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| Dictyocaulus | Großer Lungenwurm |
Der großer Lungenwurm ist weltweit verbreitet Erstlarven werden im Kot nachgewiesen. Beschleunigte Atmung, Nasenausfluss, Bronchitis (kurzen trockenen bis krampfhaften Husten) treten als Symptome auf. |
| Durchfalltod | Breinierenkrankheit, Clostridienenterotoxämie Typ D |
Durch erhöte Eiweisszufur (Kraftfutter Brot Pop Corn,
Klee etc.), Stress (verstellen,Ver & Zukäufe, Ausstelungen und starken
Parasitenbefall können sich die im Darmkanal lebenden Clostridien vermehren
und ein tödliches Gift bilden Info-Url: http://www.zwergziegen.ch/breinierentext.html |
| Ektoparasit |
Ektoparasit: lebt auf der Körperoberfläche Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Endoparasit |
Endoparasit: lebt im Körperinneren Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Endwirt |
Endwirt: der endgültige Wirt, in dem der Parasit seine Geschlechtsreife
erlangt Zwischenwirt: beherbergt ungeschlechtliche Stadien eines Parasiten, die sich im Zwischenwirt weiterentwickeln |
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| Entwöhnung |
Mutterziegen oder Zwergziegen Haltung: Die Kitze sollten so lange wie
möglich bei der Mutter sein, eine goldene Regel besagt: solange die
Trächtigkeit andauert solange sollten die Jungen säugen können. Ist der Bock nicht in der Herde, kann es bei Jungs problematisch werden, damit keine Inzucht entsteht, sollten die jungen zu Beginn der Geschlechtsreife (Bockgeruch zwischen den Hörnern) von der Mutter getrennt werden. Sind die Kitze frühreif, lässt man sie jedoch zweimal am Tag noch bei der Mutter säugen. Durchschnittliches Trennalter liegt zwischen 3 und 4 Monaten. |
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| Epidemiologie | Epidemiologie: Lehre von der Verbreitung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten, hier von Parasiten | |
| Ernährung | Fütterung |
Der Begriff Ernährung bedeutet: Jedes Lebewesen
benötigt täglich eine gewisse Menge an artgerechter Futtermittel und Wasser
um den Organismus in gang zu halten. Ziegen und Zwergziegen sind Wiederkäuer und haben einen empfindlichen Verdauungsmechanismus, eigentlich wird nicht die Ziege/Zwergziege gefüttert, sondern Millionen von Pansentierchen, welche wiederum die Ziege/Zwergziege ernähren. Um ein Gleichgewicht dieser Pansentierchen, also eine gesunde Ziege/Zwergziege zu halten ist eine artgerechte Fütterung unumgänglich. Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/fuetterung.html |
| Fasciola | Leberegel |
In gemäßigten Klimazonen, vor allem in der Nähe oder unmittelbar an
Süßwasser ist der Grosse Leberegel vermehrt zu finden. Er benötigt als
Zwischenwirt eine Schnecke (Zwergschlammschnecke) die einen feuchten
Lebensraum beansprucht. Den Nachweis im Kot ist zwar möglich, aber nur in bestimmten Stadien der Entwicklung. Die Symptome sind sehr vielfältig je nach Befallsstadien, und reichen von Wachstumsstörungen über Appetitmangel, Anämie (Blutarmut) Abmagerung, Aborte bis hin zu Kehlgangödeme. |
| Fehlwirt |
Fehlwirt: in diesem Wirt (meist eine andere Tierart)
kann sich der Parasit nicht weiterentwickeln oder über eine längere Zeit
halten = biologische Sackgasse. Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Fellfressen | Haarefressen | Wenn Ziegen oder Zwergziegen bei sich selbst oder bei einen Artgenossen Haare fressen, nennt man dies Fellfressen. Dies ist ein Anzeichen eines ausgeprägten Mangels an Mineralien. |
| Fieber | Körpertemperatur, Hyperthermie |
Die Körpertemperatur der Ziegen/Zwergziegen richtet sich nach der Fütterung
und der Aussentemperatur, deshalb kann es sein, dass dieselbe
Ziege/Zwergziege je nach Witterung oder Futtermittel einen
Temperaturunterschied von 2 C° zeigt, die durchschnittliche Temperatur wird
auf 38, 5 festgelegt je nach Witterung oder Fütterung kann auch eine
Temperatur von 37,5 C° oder 40 C° vorkommen und noch ganz normal sein. Nach dem Fressen steigt die Temperatur einer Ziege/Zwergziege um 1C° an. Bei einer Aussentemperatur von minusgraden kann die Temperatur auf 37, 5 sinken, bei Aussentemperaturen von über 28C° kann sich die Körpertemperatur bis auf 40,3 C° erhöhen. Deshalb ist Fieber immer relativ und sämtliche Faktoren zu berücksichtigen bevor Fieber behandelt wird. |
| Flutuation |
Das EpG (Ei pro Gramm Kot) dient der Auszählung der Anzahl der Eier des H.
contortus im frischen Kot und somit der Bestimmung der Infektionshöhe des
jeweiligen Schafes. Es ist eine Ei-Zählung mittels dem modifizierten
McMasterverfahren (Messgenauigkeit 50 Eier (pro Gramm Kot)) Das Flutuationsverfahren wird mittels einer genormten Menge Kot und Flutuationslösung, sowie einer Zählkammer durchgeführt. Für dieses Verfahren benötigt man ein Mikroskop, McMaster-Zählkammern, Mörser und Pistill, Messzylinder, Trichter, Siebe, Glaspipette, Peläusball, Plastikspritzflaschen, Spatel, Plastikbecher, eine Waage und gesättigte Kochsalzlösung (mit einem spezifischen Gewicht von 1,18-1,2). Zunächst werden die Messzylinder (nummeriert von 1- 26) aufgestellt und in jeden ein Trichter eingesetzt. Danach wird auf jeden Trichter ein Sieb gesetzt. Der Kot wird abgewogen. Von jeder Probe wird jeweils vier Gramm in einen Plastikbecher (nummeriert von 1-26) abgewogen. Jede einzelne Probe wird nun mit NaCL gemörsert und in das Sieb mit dem dafür vorgesehenen Standzylinder (mit der gleichen Nummer, um Verwirrungen auszuschließen)quantitativ überspült. Nun wird mit Hilfe der Plastikspritzflasche das Ganze noch einmal durch das Sieb gespritzt und auf 60 ml aufgefüllt. Sollte die Kotmenge einmal nicht ausreichend sein, dann werden nur 2 Gramm Kot abgewogen und es wird nur bis zur 30 ml Markierung aufgefüllt. Die Rückstände in den Sieben werden verworfen. Die Trichter und die Siebe entfernt. Die Lösung wird nun noch einmal geschüttelt, und dann in die McMaster Zählkammern abgefüllt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zählkammern mit einer Pipettenaufnahme gefüllt sind und nicht noch einmal nachgenommen werden muss. (Das würde die Auszählung verfälschen) Die EpG´s werden unter dem Mikroskop ausgezählt. Die Anzahl ausgezählter Eier wird mit 50 multipliziert. Nicole Obermann |
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| Gamont |
Gamont: Zelle oder Parasit, der reife
Geschlechtszellen produziert Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Giardia | Protozonen Giardiose Protozoneninfektion |
Giardia kommen weltweit vor, Betroffen sind hauptsächlich Kitze im alter von 3 bis 10 Wochen Bei Befall treten Schleimhautentzündungen auf Es zeigen sich: Schlechte Gewichtszunahme und selten leichten Durchfall Giardiazysten können im Kot nachgewiesen werden. Giardia gehören unter die Zoonosen, kann in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen werden |
| Glöckchen | Troddeln, Quasten, Zotteln, Bommeln |
Halsglöckchen, die bei Ziegen und Zwergziegen vorkommen, meist beidseitig
symmetrisch angeordnet.
![]() Über Halsglöckchen der Ziegen und Zwergziegen weiß man bisher nur: -dass es reine Hautausstülpungen sind mit einem dünnen Knorpelstab versehen, -dass sie keine Drüsen enthalten, -bis anhin wurde keinerlei Funktion nachgewiesen. |
| Hauptwirt |
Hauptwirt: bei dieser Tierart kommt der Parasit am
häufigsten vor Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Horn Hörner | Gehörn |
Als Horn wird der Auswuchs am Kopf der Boviden – einer Familie der
Wiederkäuer bezeichnet. Das Hornpaar der Wiederkäuer wird Gehörn genannt.
Die den Hornzapfen/Knochenzapfen bedeckende Oberhaut scheidet nach außen hin Hornzellen ab, die schließlich zu einer harten Hornscheide verdicken. Die Hornzellen, die von der Basis der Hornscheide her abgesondert werden, bilden das eigentliche Horn aus. Die zuerst gebildeten ältesten Hornschichten werden dabei durch die ständige Abscheidung neuer Hornzellen immer weiter in Richtung Hornspitze weg geschoben. |
| Hybride | Bastard Mischling Kreuzung Chimäre |
Kreuzung von verschiedenen Arten, Rassen oder Zuchtlinien in der Pflanzen
oder Tierwelt. In der Biologie wird ein Lebewesen, das aus zwei verschiedenen Zuchtlinien, Arten hervorgeht auch als Bastard oder Mischling bezeichnet Z.B. Schiege Eine natürliche Paarung zwischen Ziege und Schaf. Es kommt jedoch in den meisten Fällen zu einem spontanen Frühabort. Aber in einigen Fällen kann jedoch ein Bastard, eine Hybdrid-Schiege, auch Zafe oder Chimäre genannt, entstehen. Diese Jungen entwickeln sich besonders schnell. Der Nachweis, dass es sich um ein Mischwesen handelt, wird durch anfertigung eines Karyogramms erbracht. Das Karyogramm zeigt 2n=57 Chromosomen, Hybrid-Schiegen sind unfruchtbar. Bei Ziege und Schaf handelt es sich nicht nur um verschiedene Arten, sondern auch um verschiedene Gattungen Eine Chimäre griechisch Chímaira = die Ziege wird ursprünglich ein Geschöpf der griechischen Mythologie bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Tochter der Ungeheuer Echidna und Typhon, weitere Nachkommen waren die Hydra, der Kerberos und die Sphinx. Die Chimäre bedrohte Mensch und Tier in Lykien und lebte in Chimaria. |
| Hämatokritwert |
Anämie und Bestimmung des Hämatokrit![]() Blutprobe vor dem Zentrifugieren und nach dem Zentrifugieren. Bei jeder Probe wurde je Tier eine Blutprobe in ein EDTA Röhrchen entnommen, um gleich nach der Blutentnahme den Hämatokrit-Wert zu bestimmen. Der Normbereich des Hämatokrit-Wertes liegt beim Schaf zwischen 0,29-0,40. Daran konnte man sehen, ob ein starker Befall des Lammes mit H. Contortus vorlag oder nicht. Lag ein starker Befall vor, so sank der Hämatokrit deutlich unter den Normbereich. Sowohl die Larven im 4. Larvenstadium, als auch adulte Würmer saugen das Blut des Wirtes, indem sie es durch Ihren Alimentären Trakt leiten. Dies kann zu Anämien führen (Clark et al, 1962). Ein adulter Wurm verbraucht zwischen 0,003 ml und 0,05 ml Blut pro Tag (Dargie and Allonby, 1975), so dass ein Tier, das mit nur 2000 Würmern infiziert ist, im ungünstigsten Fall 5 – 7 % seines Blutvolumens verliert (Dargie, 1980). Das genommene Blut wurde noch am selben Tag verarbeitet. Zur Bestimmung des Hämatokrit-Wertes wurden ca. 10µl Blut in dafür vorgesehene Hämatokritröhrchen gefüllt und diese dann bei ca. 15.000 rpm zentrifugiert. Mit Hilfe einer eigens dafür hergestellten Schablone kann man dann den Wert ablesen. Dabei ist zu beachten, dass die Schablone oben und unten am Röhrchen angelegt wird! Dieses Verfahren wurde von Strumia im Jahr 1974 entwickelt. Hat das Tier einen Hämatokrit-Wert unter 0,29, so kann man davon ausgehen, dass es aufgrund der blutsaugenden Parasiten im Labmagen unter einer Anämie leidet.
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| Hämatometra |
Der Begriff Hämatometra ist aus den Wörtern 'hämato-' für 'Blut' und 'metra'
für 'Gebärmutter' zusammensetzt und bezeichnet eine Blutansammlung in der
Gebärmutterhöhle, die zustande kommen kann, wenn die Gebärmutter verletzt
wurde oder Zysten in der Gebärmutter heranwachsen, oder aber eine
Fehlbildung der weiblichen Geschlechtsorgane vorliegt. Es kommt vor, dass Zwergziegen die nie gedeckt wurden eine Brunstblutung produzieren. Auch eine Scheinträchtigkeit als Grund für plötzliche Blutungen darf nicht ausgeschlossen werden. Bei einer Scheinträchtigkeit bildet sich jedoch auch das Euter aus mit späterem Milchfluss. |
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| Indigestion | Mangelnde Verdauungstätikeit | |
| Inkubationszeit | Inkubationszeit: Zeit zwischen Infektion und Auftreten erster Symptome einer Erkrankung | |
| Kolik | Leibschmerz | Ein Anfall heftiger krampfartiger Schmerzen, verursacht durch das krampfhafte Zusammenziehen eines Hohlorgans (z. B. Darm, Harnleiter, Gallenblase). |
| Kommensalismus | cum mensa |
Lebensgemeinschaft bei dem der Wirt für seinen Gast sorgt, wobei dem Wirt
weder Nutzen noch Schaden entsteht solange das Symbiosesystem stimmt. Der Kommensale ist lediglich Nutznießer und lebt vom Nahrungsüberschuss, schädigt den Wirt also nicht. z.B. Kokzidien und Clostridien sind normale Darmbewohner, ist jedoch die Harmonie der Fauna und Flora des Magen-Darmtraktes gestört können sich diese zu ungunsten des Wirts vermehren. |
| Kraftfutter | Zusatzfutter |
Kraftfutter ist ein vom Mensch speziell hergestelltes
Futtermittel welches die Leistung eines Tieres erhöhen soll. Zu Kraftfutter
gehören einseitig angelegt Wiesen (Klee, Luzerne, Zuchtgras) Jegliche Arten
von Getreide, Zucker- Futterrüben, Brot, Kartoffeln. Zu Kraftfutter gehört
jegliches artfremdes Futtermittel. Egal um welches artfremde Futtermittel es sich handelt, es entsteht auf Dauer immer einen Schaden, der sich in verschiedenen Krankheiten oder Verhaltensweisen äußert. Siehe auch im Link Krankheiten unter Fütterungsbedingte Krankheiten. Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/leberfunktion.html |
| Körperbau | Körper Anatomie | Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/anatomietext.html |
| Leberegel |
der 'Sammelbegriff' für 2 nicht näher verwandte Saugwurm-Arten (Trematoda),
die als Parasiten in Leber und Galle von Pflanzenfressern vorkommen können. Bei beiden führt der Lebenszyklus zuerst über einen Zwischenwirt. Saugwürmer sind zwischen 0,2 und 165 Millimeter lang. Ihre Körperform ist meist flach und lang bis gedrungen. --> Leberergel, gross --> Leberergel, klein von wekopf |
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| Leberegel, grosser | (Fasciola hepatica) |
Ein bis zu 3 cm grosser Parasit mit lorbeerblattähnlicher Form. Kommt weltweit bei seinem Endwirt wie Ziege, Schaf, Rind und anderen Pflanzen fressenden Tieren vor. Der Sommer und Herbst ist die häufigste Infektionszeit, wenn Ziege und Schaf auf der Weide sind und wenn diese feucht oder in der Nähe von Wasser sind. Der erwachsene, grosse Leberegel legt seine Eier im Gallensystem seines Endwirtes ab, die dann mit dem Kot ausgeschieden werden. Wo stete Feuchtigkeit herrscht (Wasseransammlungen wie Tümpel, Radspuren, grasüberwucherte Trittsiegel etc.) entwickelt sich dann aus einem Ei eine Wimpernlarve (Miracidium), die die Zwergschlammschnecke (Lymnaea truncatula) als Zwischenwirt aufsucht. Deshalb wird diese ca. 1 cm lange Schnecke auch *Leberegelschnecke* genannt. Die Ausbreitung des Leberegels wird deshalb erleichtert, weil diese Schnecke mit teils amphibischer Lebensweise sich im Schlamm eingraben und dadurch auch längere Trockenperioden ihres Lebensraumes überstehen kann. In der Schnecke entwickelt sich die Larve innerhalb ca. 2 Monaten weiter und wird danach als *Zerkariengeburt* ausgeschieden. Eine Schnecke kann bis zu 2.000 Zerkarien hervorbringen. Diese äusserst robusten Larven heften sich dicht unter der Wasseroberfläche (Feuchtigkeit) an Pflanzen, wonach sie entweder direkt durch Frass, oder indirekt über Silage, in Grünfutter oder Heu zum Endwirt gelangen. von wekopf |
| Leberegel, kleiner | (Dicrocoelium dendriticum) |
Dieser Parasit aus der Gruppe der Saugwürmer, der seine Eier im Gallensystem
seines Endwirtes ablegt, die dann mit dem Kot ausgeschieden werden, gelangt
während seinem Entwicklungszyklus über 2 Zwischenwirte zu seinem Endwirt. Die Eier dieser Egel werden von diversen Schnecken mit ihrer Nahrung aufgenommen, woraus dann die Wimpernlarven schlüpfen, die sich im durchbohrten Darm der Schnecke weiter entwickeln. Danach begeben sich die Larven ins Atemsystem, wodurch dieses gereizt wird und die Schnecke veranlasst, dass sie kleine Schleimbällchen ausscheidet, in denen sich nun diese Larven (Cerkarien) befinden. Diese Schleimbällchen sind ein gefundenes Fressen für Ameisen, die dadurch zum 2. Zwischenwirt werden. In ihm entwickelt sich die Larve weiter zur Metacerkarie, welche das Nervensystem dieses Tieres befällt. Das bewirkt nun eine krasse Verhaltensanomalie die dazu führt, dass die Ameise bei Einbruch der Dämmerung auf einen Grasshalm klettert wo sie sich total festbeisst. Schliesslich wird die Ameise von den Pflanzenfressern mit dem Gras aufgenommen, wodurch der Kreislauf des Leberegels geschlossen ist – er befindet sich in seinem Endwirt ! von wekopf |
| Letalität |
Letalität: Anzahl der gestorbenen Tiere bezogen auf
die Zahl der erkrankten Tiere Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Moniezia | Bandwurm |
Ein Befall von Bandwürmern ist oftmals schlecht nachweisbar, da es nicht,
wie angenommen, häufig vorkommt, dass Bandwurmglieder mit dem Kot
ausgeschieden werden. Ein Bandwurmbefall bewirkt eine Verdickung der Dünndarmschleimhaut und deshalb kann das Tier bei einem chronischen Befall nicht mehr mit ausreichen Nährstoff versorgt werden, es verliert an Gewicht trotz ausreichender Fütterung. Es können auch Dünndarmentzündungen entstehen. Bei einem bereits länger anhaltenden chronischen Befall können abwechseln Durchfälle und Verstopfung auftreten. |
| Morbidität | Morbidität: Anzahl der erkrankten Individuen auf eine Gesamtpopulation | |
| Mortalität | Mortalität: Anzahl der gestorbenen Individuen auf eine Gesamtpopulation | |
| Muskeldystrophie |
Mangelhafte Versorgung des Muskels mit Nährstoffen Info-Url: http://www.zwergziegen.ch/weissmuskelkrankheit.html |
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| Muskeldystrophie |
Mangelhafte Versorgung des Muskels mit Nährstoffen Info-Url: http://www.zwergziegen.ch/weissmuskelkrankheit.html |
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| Mutualismus | Mutuus = wechselseitig | Lebensgemeinschaft bei der sowohl Wirt als auch Gast Vorteile haben, deren zusammenleben ist aber nicht direkt Lebensnotwendig |
| Narkose | Betäubung, Anästhesie |
Die Begiff Narkose stammt aus dem grichischen und bedeutet erstarren,
schlafen“ oder auch Allgemeinanästhesie, sie ist ein mit Medikamenten
herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit, mit zugefügter
Schmerzausschaltung und Muskelerschlaffungsmittel. Die Narkose hat drei Komponenten Schlaf, Schmerzfreiheit und Muskelentspannung Die Ausschaltung des Bewusstseins ist an die Beeinflussung höherer Gehirnstrukturen gebunden, Die Schmerzausschaltung erfolgt durch die Blockierung/Unterbrechung der Erregungsübertragung an der Nerven-Muskel-Schnittstelle Schlaf-, Schmerz- und Muskelentspannungsmittel verstärken gegenseitig ihre Wirkung. Hypnotika nennt man das Schlafmittel Analgetika nennt man die Schmerzeindämmenden Mittel Muskelrelaxantien nennt man Mittel zur Erschlaffung der Willkürmuskulatur Da eine Narkose die Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert ist es wichtig, dass ein Tier nach einem Eingriff unter Narkose, an einem Warmen Ort bis zum vollständigen erwachen gehalten wird. Ziegen und Zwergziegen dürfen nicht in Seitenlage belassen werden, sondern müssen in aufrecher Liegestellung bis zum vollständigen Erwachen gehalten werden. ![]() Die Gase des Pansens können in der Seitenlage nicht entweichen und das Tier stirbt. |
| Nebenwirt |
Nebenwirt: bei dieser Tierart kommt der Parasit
weniger häufig vor als beim Hauptwirt Autor: Sabine M. Hansske Tierheilpraktikerin Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Nematodirus | Magendarmrundwürmer |
Die Ansteckung erfolgt auf der Weide, jedoch ist sie in geringerem Masse
auch über infiziertes Heu möglich. Im Kot nachweisbar. Nematodirose schädigt die Magen-Darmzotten, Kitze erkranken bei gleichzeitiger Eimerieninfektion deutlich stärker als erwachsene Tiere und liegen plötzlich Tod im Stall oder Gehege. |
| Nutritive |
nährend , nahrhaft, der Ernährung dienend Nutrix = Amme, Säugerin |
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| Nutritive |
nährend , nahrhaft, der Ernährung dienend Nutrix = Amme, Säugerin |
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| Organismus | In sich nicht abgeschlossene Wesenseinheit | |
| Pansen | Wiederkäuermagen, Rumen |
Der größte der drei Vormägen des Wiederkäuers (linke
Körperseite). Er ist mit drüsenloser Schleimhaut ausgekleidet, die zur
Oberflächenvergrößerung zahlreiche Pansenzotten ausbildet.
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| Parasitismus | Schmarotzer |
Der Partner halt sich vorübergehend oder ständig auf und in dem Wirt auf
dessen Kosten auf Der Parasit ernährt sich von lebenden Zellen und/oder Nahrungsbestandteilen die für den Wirt lebensnotwenig sind. Ob nun der Wirt durch einen Parasitenbefall sichtlich erkrankt oder nicht, hängt von der Ernährung und der Abwehrkraft des Wirtes ab. Die Menge der Parasiten welche sich im Wirt ansiedeln können hangt |
| Parasit | Ein Parasit ist ein Lebewesen, das sich teilweise oder dauernd in oder auf einem anderen Lebewesen = Wirt lebt und sich teilweise oder vollständig auf Kosten des Wirtes ernährt. Dieser Befall wird Parasitose genannt. | |
| Paratenischer Wirt |
Paratenischer Wirt: beherbergt Larvenstadien, die sich
nicht weiterentwickeln Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Pasteurella |
Gattung der Fam. Brucellaceae; sehr kleine ellipsoide, gramnegative,
asporogene, aerobe oder fakultativ anaerobe Stäbchen; Parasiten in Tier u.
Mensch. Pasteurellose lautet der Begriff für die durch Pasteurella hervorgerufene Zoonose |
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| Patenz |
Patenz: Dauer der Ausscheidung und Nachweisbarkeit von
Geschlechtsprodukten Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Pathogene Parasiten | Krankmachende Parasiten | |
| Postpatenz |
Postpatenz: Zeit nach der Patenz. Befall liegt weiter
vor, es können jedoch keine Geschlechtsprodukte nachgewiesen werden Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Protostrongyliden | Lungenwurm |
Der kleine Lungenwurm ist weltweit verbreitet. Im Kot nachweisbar. Trockene kurze Hustenanfälle |
| Präpatenz |
Präpatenz: Dauer von der Infektion bis zum ersten
Nachweis von Geschlechtsprodukten Info-Url: http://www.ziegen-caprine.ch/parasiten.html |
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| Schalmtest | California-Mastitis-Test , CMT-Test |
Der Schalmtest wird zur Beurteilung der Milch, insbesondere des Zellgehaltes
verwendet. Zur Durchführung des Testes verwendet man eine spezielle Schale mit 4 Vertiefungen. In jede Vertiefung wird aus je einem Euterviertel eine Milchprobe ( c.a. 2 ml) gegeben ( Euter vorher natürlich reinigen) . Jetzt können Sie erst einmal ohne weitere Zusätze die Milch nach Aussehen (Farbe), Konsistenz (rahmig, dünnflüssig, natürliche Konsistenz von Kolostralmilch, krankhafte Konsistenz) Geruch und Beimengungen (Flocken) beurteilen. Unter langsamen, horizontal kreisenden Bewegungen der Platte wird nun eine Testflüssigkeit ( incl. Bromkresolpurpur als farblicher Indikator) mit der gleichen Menge dazu gemischt. Je nach Zellgehaltgehalt der Milch (Granulozyten, Epithelzellen, usw.) kommt es zu Schlierenbildung ( + ) oder Bildung einer schleimigen ( + + ) bis gallertigen ( + + + ) Masse. WICHTIG Der Test muss bei Ziegen anders interpretiert werden als bei Kühen. Normal bei Ziegen ist negativ (-) und schwach (+) positiv. Krankhaft nach offizieller Meinung ist mittel (++) bis stark (+++) positiv. Richtzahlen von Ziegenmilch 1 Million Zellen pro ml Milch 100`000 Keime pro ml Milch 6,2 % Fett & Eiweißanteil |
| Selen |
Selen ist ein Spurenelement dass vielerorts im Boden nur noch gering zu
finden ist, deshalb sind Selenmangelkrankheiten nicht selten. Eine ausreichende Versorgung mit Selenhaltigem Mineralsalzgrieß sollte den Tieren zur freien Verfügung stehen. (Sanomin L 151 Mineralsalz mit reduziertem Kupfergehalt) Es muss darauf geachtet werden, dass die Tiere gebrauch davon machen, wenn nicht können unter das Gries Kräuter gemischt werden, was bei einem Mineralsalzleckstein nicht möglich ist. Das Mineralsalz sollte nur geringe Mengen an Kupfer aufweisen, Ziegen vertragen nur geringe Mengen und Kupfer verhindert eine korrekte Selenaufnahme. Trächtige Tiere sollten einen Monat vor der Geburt zusätzlich mit einem Selen Vitamin E - Präparat versorgt werden (sanovital 500) nicht gespritzt, denn diese Konzentration ist speziell für erkrankte Tiere gedacht, also Tiere mit bereits bestehender Weißmuskelkrankheit. Verabreicht man gesunden trächtigen Tieren eine zu hohe Selengabe (Spritze in den Muskel oder unter die Haut) kann dies zum sofortigen absterben der Frucht und zum Tod des Muttertieres führen. Achtung ! Selen ist ein Gift Konzentrierte Selen Vitamin E Gemisch sollten bei Neugeborenen nicht mehr als zweimal im Abstand von 48 Stunden verabreicht werden. Ausnahmen: Kitze welche durch Selenmangel unter der Weißmuskelkrankheit leiden: Die Kitze können den Kopf nicht richtig heben und haben nicht die Kraft dazu sich auf den Beinen zu halten. ![]() Hauptsächlich die Hinterbeine rutschen ihnen immer wieder seitlich weg. ![]() Hier sind Konzentrierte Selen-Vitamin E Präparate angebracht, jedoch auch hier sollte der Mindestabstand der jeweiligen Gabe 24 Stunden betragen |
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| Skrjabinemose | Dickdarmwurmbefall | Dickdarmwürmer welche in der Regel keine Symptome verursachen |
| Spielplatz | Spiel- Klettermöglichkeiten |
In freier Natur haben die Zwergziegen Bäume, Felsen und andere Möglichkeiten
wo sie ihren ausgeprägten Spieltrieb ausleben können. In Gefangenschaft sollte den Zwergziegen ein Spielplatz eingerichtet werden mit der Möglichkeit zu klettern, zu springen sich zu verstecken und evt. zu wippen. |
| Stoffwechsel | Stoffwechselstörung Metabolismus |
Der Stoffwechsel oder der Metabolismus steht für die Aufnahme, den Transport
und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die
Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung. Für den Stoffwechsel sind wesentlich Enzyme, die chemische Reaktionen katalysieren Der Baustoffwechsel ist ein Aufbau von Stoffen, aus denen der Organismus besteht, zum Beispiel innere und äußere Atmung, Transportvorgänge, Ernährung dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz und damit der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen Der Energiestoffwechsel ist die chemische Umsetzungen zum Zweck der Energiegewinnung im Körper Assimilation ist der Umbau organismenfremder Stoffe in organismeneigene Stoffe Die dazu dienenden Stoffwechselwege bezeichnet man als anabolisch und ihre Gesamtheit als Anabolismus. Dissimilation sind die Reaktionen des katabolischen Stoffwechsels (der Abbau organismeneigener Stoffen) meistens zum Zweck der Energiegewinnung, Bei der Dissimilation werden von einem Organismus angelegte Energiespeicher abgebaut, wobei Energie freigesetzt wird. Diese wird als Adenosintriphosphat und/oder Wärme nutzbar Stoffwechselstörungen, hierbei handelt es sich um eine relativ große Anzahl unterschiedlicher angeborener oder erworbener Krankheiten. Es können Störungen im Fettstoffwechsel im Aminosäuren- bzw. Eiweißstoffwechsel, im Kohlenhydratstoffwechsel und im Mineralstoffwechsel, auftreten |
| Strongyloides | Zwergfadenwurm |
Weltweit verbreitete wichtigste Krankheitserreger von Ziegen und
Zwergziegen. Im Kot nachweisbar. Ein gravierender Befall zeigt sich in entzündlichen Rötungen der Haut, am Bauch, den Schenkelinnenseiten und im Bereich der Klauen, Pickelbildung möglich. Es kann trockener Husten auftreten, Abmagerung, Schwäche vereinzelt Durchfall, Tod |
| Symbiose | Symbiosis = das Zusammenleben |
Zusammenleben artverschiedener Organismen in Form einer Körperkontakt
Beziehung, welche abhängig voneinander sind. Zusammenleben zweier Partner in enger Gemeinschaft wobei der Eine auf den Andern existentiell angewiesen ist. z.B. im Pansen der Ziegenartigen leben in einer großen Zahl Bakterien und Protozonen die den Ablauf des Verdauungsprozesses bestimmen. Bereits das Absterben nur weniger Arten hat negative Auswirkungen auf das leben des Wirtes, also der Ziegenartigen |
| Symbiose | Abhängiges Zusammenleben |
Symbiose ist das Zusammenleben artverschiedener Organismen in Form einer
Körperkontakt Beziehung welche abhängig voneinander sind. Zusammenleben zweier Partner in enger Gemeinschaft wobei der Eine auf den Andern existentiell angewiesen ist. z.B. im Pansen der Ziegenartigen leben in einer großen Zahl Bakterien und Protozonen die den Ablauf des Verdauungsprozesses bestimmen. Bereits das Absterben nur weniger Arten hat negative Auswirkungen auf das leben des Wirtes, also der Ziegenartigen |
| Temperatur | Körpertemperatur |
Die durchschnittliche Körpertemperatur von Ziegen bewegt sich zwischen 38,5
bis 39,5 °C Die durchschnittliche Körpertemperatur von Zwergziegen bewegt sich zwischen 38,0 bis 40,0 °C Die Temperatur einer Zwergziege ist abhängig von der Außentemperatur und ob ein Tier gefressen hat. Nach dem Fressen erhöht sich die Temperatur bis zu einem °C Die Art der Fütterung bestimmt ebenfalls die Temperatur, Kraftfutterarten wärmen das Tier nicht, Mit Heu und Gerstenstroh kann die Zwergziege eine Idealtemperatur halten. |
| Trichostrongyliden | Magenwürmer |
Angehörige der Familie sind: Haemonchus, Trichostrongylus, Ostertagia,
Cooperia und Nematdrius. Trichostrongylidosen sind Weideinfektionen, Trichostrongyliden können im Gras überwintern und werden beim ersten Weidegang aufgenommen, teils überleben sie auch im Heu, wo sich die Tiere ebenfalls anstecken können. Im Kot nachweisbar. Die Symptome zeigen sich erst ab Juli, Kitze verlieren an Temperament, springen nicht mehr so viel herum, mit der Zeit zeigt sich eine Blutarmut. Der Kot ist normal. Die Tiere werden langsam kaum merklich schwächer bei nicht behandeln sterben sie nach monatelangem Siechtum. |
| Trichuris | Peitschenwürmer |
Weltweit verbreitet Eier im Kot nachweisbar. Bei schwachem Befall verläuft eine Infektion symptomlos. Bei starkem Befall kann es zu Blinddarm und Dickdarmentzündungen kommen, was mit der Zeit zu Schwäche, Festliegen und Tod führt. |
| Trächtigkeitsdauer | Tragzeit |
Ziegen: 145 bis 153 Tage, durchschnittlich 150 Tage. Zwergziegen: 143 bis 150 Tage, durchschnittlich 148 Tage |
| Wildziege | Capra hircus, Rupicapra |
Zu den wild lebenden Ziegen gehören: Ibex, Bezoar, Markhor, Tur, Tahr
(Halbziege)
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| Zoonose | Zoonose: Infektionskrankheit, deren Erreger vom Tier auf den Mensch übergehen kann. | |
| Ätiologie |
als solches bezeichnet man heute die Lehre und das Studium von den Ursachen
einer Krankheit, also die Gesamtheit mit ihren auslösenden Faktoren die zu einer gegebenen Krankheit geführt haben. Dabei soll der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand, aber auch dessen Grenzen aufgezeigt werden. In der Medizin wird zumeist die Ursache selbst umgangssprachlich als Ätiologie bezeichnet. Manche Krankheiten weisen eine vielfältige Ätiologie auf. wekopf |
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Wir danken all jenen die helfen ein umfangreiches Lexikon zu gestalten.
Die Forschungsstation wird geführt von Marianne Brunner, unter Mithilfe von weiteren unabhängigen Idealisten,
die in den Gebieten Medizin, Alternativmedizin, Botanik, Ökologie, Biologie und Orthopädie tätig sind.
Jeder der Beteiligten hat selber Ziegen/Zwergziegen, womit gewährleistet ist,
dass das übermittelte Wissen etc. nicht nur aus Theorie sondern auch aus Praxis besteht.
Unser Ziel ist es,
mittels Aufklärung zum Wohlergehen dieser wertvollen Zeitgenossen beizutragen.
Unsere Beratungs- und Aufklärungsarbeit ist kostenlos, somit für Jedermann/Frau zugänglich.
Forschungsstation für Ziegen und Zwergziegen
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